Stand der Arbeiten am Glasfasernetz im Amt Langballig

Aus dem Amtsboten März 2021

Im Frühjahr 2019 fiel der Startschuss für dieses in der Region einmalige gemeinde- und ämterübergreifende Projekt, 30 Gemeinden mit moderner Glasfasertechnik auszustatten. „Bis dahin war es ein langer Weg“, so der Vorsitzende Michael Eichhorn des eigens hierfür gegründeten Breitbandzweckverbandes Angeln (BZVA), „von der Gründung des Zweckverbandes 2016 über die Planungs- und Ausschreibungsphase bis zum ersten Spatenstich. Viele Unwägbarkeiten galt es schon bis heute zu meistern bis hin zur Corona-Pandemie, die uns nach wie vor auch im Baubereich begleitet.“ Trotzdem hält der Vorsitzende des BZVA an der Zielplanung fest: „Ende 2021 wollen wir fertig sein, dann werden alle 30 Gemeinden des Verbandsgebietes mit dem schnellen Internet versorgt.

Rund 60 % der Tiefbautrassen sind fertiggestellt, das sind ca. 400 km. In über 3.000 Haushalten konnten schon die Anschlüsse montiert werden (rund 40 %). Bislang wurden 1.200 km Glasfaserleitungen in die verlegten Leerrohre eingeblasen. Im Bereich des Amtes Langballig ist der Baufortschritt am weitesten im Baugebiet 6 mit den Gemeinden Grundhof und Dollerup gediehen, hier sind die Tiefbauarbeiten und die Hausanschlüsse nahezu abgeschlossen. Mit Hochdruck wird noch am Einblasen der Glasfaserkabel gearbeitet.

Die Gemeinden Munkbrarup, Ringsberg, Langballig und Westerholz bilden das Ausbaugebiet 5, hier liegt die Quote bei den Tiefbauarbeiten und den Hausanschlüssen bereits bei über 50 %, in Langballig bei über 20 %. Den Abschluss wird Wees bilden, hier wird in wenigen Wochen mit den Tiefbauarbeiten begonnen. Die zentralen Technikstandorte (PoP – Point of Presence) in Langballig und Dollerup sind technisch fertig gestellt und betriebsbereit. Von hier aus werden die einzelnen Gemeinden mit dem Lichtsignal versorgt. Und das Lichtsignal wird auch bis dahin bald zu den PoP’s durchgeleitet werden können: die Arbeiten am Hauptkabel („Backbone“) in Wees/ Oxbüll stehen kurz vor dem Abschluss. „Wenn uns der Winter nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht, können wir im Bereich des Amtes Langballig im Laufe des März die ersten Hausanschlüsse freischalten“ so der Vorsitzende des BZVA. Sobald das Lichtsignal freigeschaltet ist, werden die Hausanschlüsse sukzessive mit einem ONT (Optical network Terminal) durch nordischnet ausgestattet. Der ONT ist der optische Abschlusspunkt, in dem das Lichtsignal in ein elektrisches Signal gewandelt wird. Danach ist „Licht auf der Leitung“ und der schnellen Verbindung steht nichts mehr im Wege. – Insgesamt sind dann über 2.000 Anschlüsse freizuschalten, was eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Freischaltungen richten sich auch nach der Vertragsdauer der Voranbieter, so können die alten Rufnummern mit übernommen und Doppelzahlungen vermieden werden. Der besondere Dank des Vorsitzenden Michael Eichhorn gilt den beteiligten Baufirmen, die bei Wind und Wetter die Arbeiten vorantreiben: „Ohne den Einsatz dieser Baukolonnen stünden wir heute nicht da, wo wir schon angekommen sind.“ Und auch die positive Resonanz auf dieses Vorzeigeprojekt in der Bevölkerung freut ihn, „damit sind wir in Deutschland ganz weit vorn“. Weitere Informationen unter: www.BZVA.de

gez. Bernd Sievertsen